Stimmungslage bei Handwerk und Dienstleistungen

Stimmungslage bei Handwerk und Dienstleistungen

Beitragvon MR.HicHELP » Mo 25. Jun 2012, 14:57

Laut Propaganda und Nachrichten ja sehr gut mit kleinen Auf´s und ab. Aus ziemlich 18 Jahre Unternehmerdasein fällt mein Resume grundlegend anders aus, praxisnahe Erfahrungen direkt an der Basis. Die Entwicklung seit der Wende für das freie Unternehmertum sind zäh und von vielen Hindernissen gekennzeichnet. Hier findet man Strukturen aus dem System vor 89 genauso wie neue Entwicklungen die nicht unbekannt sind, aber in der Härte nicht zu erwarten waren. Beziehungsgeflechte,Kontaktgeflechte und Frankensteinkapitalismus und der Handwerker und Dienstleister mitten drin. Ein Ungleichgewicht an Angebot und Nachfrage und ein Kampf der Unternehmen um jedes Projekt und dies stellenweise mit jedem Mittel. Preisnivaus die nur ein Discounterdasein zulassen und nur mit Masse, also Aufträgen am laufenden Band zu kompensieren sind um zu überleben. Die Problematik ist dabei die das der Markt dies garnicht hergibt. Wo ständig die Aufträge hernehmen, wenn der Markt schon aufgeteilt ist. Im Osten ein besonderes Problem. Hier sind die wirtschaftlichen Strukturen schwach geblieben und hängen dem BIP[Bruttoinlandsprodukt] weit hinterher, das in den alten Bundesländern erwirtschaftet wird. Natürlich teilweise historisch erklärbar und teilweise gewollt klein gehalten. Wer braucht schon Konkurrenz im eigenen Haus? Dabei ist die Wertschätzung für der Hände Arbeit auf ein Tiefstniveau gerutscht, dank Billiganbietern, Ich - AG und Preisverfall durch Geringschatzung der Arbeit an sich. Im öffentlichen sowie im privaten Bereich. Wenn man ein vernünftiges betriebswirtschaftliches Nivau zu erreichen müsste man Preise 50% + anheben. um wirtschaftlich zu sein und seiner unternehmerischen Verantwortung nachzukommen, Arbeitsplätze zu schaffen und vernünftige Löhne zu zahlen. Die Entwicklung geht aber zu amerkanischen Verhältnisse mit mehreren Arbeitsverhältnissen oder zu Jobs, wo das Arbeitsamt noch ergänzend Lohn beisteuert. Und immer mehr sind von dieser angespannten Marktsituation betroffen. Projekte und Aufträge sind oft nur über Kontaktwege zu generieren und haben mit der freien Marktwirtschaft wenig zu tun!Die Arbeitszeit die der Unternehmer unbezahlt über Angeboten, Planungen, Konstruktionen sitzt, sind ungezählt. Vielmals ein sinnloses Unterfangen, weil die Aufträge schon vergeben sind. Kretivleistungen am Fließband ohne jegliche Vergütung. Ein System, was keine Früchte tragen kann. Hier wird unternehmerisches Potential richtig gehend vernichtet, weil der Unternehmer völlig allein gelassen wird in seinen Bemühungen.Und um so kleiner die Firma, umso weniger Aussicht auf Entwicklungspotential.Sicherlich gibt es wie überall Außnahmen von der Regel. Eine Wettbewerbsverzerrung kann so weit gehen,das Arbeitsumfänge von
mehreren Wochen Planungszeit unentgeldlich abgefordert werden, nur um an eine Wettbewerb teilzunehmen und dann geht man meistens leer aus.So sollte man mit Menschen, die bereit sind etwas zu leisten nicht umgehen. Die Realität spricht aber andere Wahrheiten. Unsd die öffentliche Hand kassiert und fragt nicht wie und woher!
MR.HicHELP
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